Nahrungsergänzung im Blick: Acai


Sinn oder Unsinn?
Nahrungsergänzung im Blick: Acai

Von der Frühstücks-Bowl bis zum Power-Smoothie: Die Acai-Beere macht mit ihrer kräftig dunklen Farbe jede Mahlzeit zum Hingucker - und soll dabei auch noch gesund sein. Doch was ist dran an den Werbeversprechen für das Superfood?

Hoher Mineralstoffgehalt

Tatsächlich steckt die Beere voller Nährstoffe: Die dunkelrote, fast schwarze Farbe der Acai-Beere entsteht durch den hohen Gehalt an Anthocyanen. Die gehören zu den Antioxidanzien und neutralisieren schädliche freie Radikale. Auch Mineralstoffe wie Kalzium oder Mangan sind reichlich in den Früchten enthalten. Für viele überraschend ist wahrscheinlich der hohe Fettgehalt der Acai-Beere: Mit fast 50% enthält sie zum Beispiel mehr Fett als eine Avocado.

Vorsicht bei Eisenmangel

Über die Wirkung der Anthocyane der Acai-Beere streiten die Wissenschaftler*innen. Einige sehen sie als potenzielles Wundermittel, um vor Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen. Andere argumentieren mit der unsicheren Studienlage und geringen Aufnahme der Moleküle aus dem Darm. Um klare Aussagen über Wirkung und notwendige Dosis der Beeren zu treffen, werden also noch weitere Studien benötigt.

Bedenkenlos sollte die Acai-Beere jedoch nicht verzehrt werden. Bereits 300 g Fruchtmark reichen aus, um die täglich empfohlene Aufnahme von Mangan um das sechsfache zu überschreiten. Dies ist besonders für Menschen mit Eisenmangel gefährlich, denn ein hoher Mangan-Gehalt in Lebensmittel verschlechtert die Eisenaufnahme im Darm.

Produkte stark verarbeitet

Die Beeren mit dem exotisch klingenden Namen werden weit weg im Amazonas-Gebiet in Brasilien angebaut, sodass sie in Europa nicht frisch, sondern meist stark verarbeitet als mit Wasser verdünntes Fruchtmark oder Pulver verkauft werden. Durch den aufwändigen Herstellungsprozess gelangen immer wieder Schadstoffe in die Produkte. In einigen wurden zum Beispiel Mineralölkohlenwasserstoffe nachgewiesen, die sich im Körper anreichern und möglicherweise Leberschäden hervorrufen.

Wer sicher gehen möchte, setzt also lieber auf eine abwechslungsreiche Ernährung: Auch heimische Früchte wie Blaubeeren oder schwarze Johannisbeeren sind reich an Anthocyanen und Mineralstoffen.

Quellen: Verbraucherzentrale, DGE

Pollenflugkalender

Vorhersage für Mettingen

News

Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung
Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung

Reisen in Risikogebiete

Von Thailand bis in die Karibik: Denguefieber-Infektionen drohen in zahlreichen Reisegebieten. Bisher empfiehlt die STIKO die Impfung nur Personen, die sich bereits einmal damit infiziert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Reisemedizin sieht das anders.   mehr

Was hilft beim Einschlafen?
Was hilft beim Einschlafen?

Geräusche oder Musik

Probleme beim Einschlafen sind weit verbreitet. Manche Menschen versuchen, sich mit entspannender Musik oder Geräuschen in den Schlaf zu wiegen. Funktioniert das?   mehr

Finger weg von Lachgas!
Jugendlicher füllt Lachgas aus einer Kartusche in einen Luftballon

Nervenschäden möglich

In kleine bunte Ballons verpackt kommt Lachgas erst einmal recht harmlos daher. Außerdem ist es günstig, leicht zu beschaffen und legal – alles Eigenschaften, die es als Partydroge bei Jugendlichen sehr beliebt macht. Doch wie bei jeder Droge drohen auch bei Lachgas ernste gesundheitliche Folgen.   mehr

Beim Entwässern auf Natrium achten
Beim Entwässern auf Natrium achten

Vorsicht mit Diuretika

Entwässerungsmittel werden bei vielen Erkrankungen eingesetzt. Eine Wirkstoffgruppe, die Thiazide, führt häufig zu einem Natriummangel im Blut. Und das vor allem zu Beginn der Therapie.   mehr

Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht
Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht

Ob Fehlgeburt oder Abtreibung

Abtreibung führt zu Brustkrebs! Diese Parole wird seit Jahren immer wieder ins Feld geführt, um schwangere Frauen von einem Abbruch abzuhalten. Dass das nicht stimmt, wird durch eine finnische Studie erneut untermauert.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Barbara-Apotheke
Inhaber Thomas Göken
Telefon 05452/9 30 80
Fax 05452/93 08 30
E-Mail info@apotheke-mettingen.de